9. Mrz, 2017

Unterwegs in den Blue Mountains

Wie so oft hatte der Wetterbericht auch dies-mal (leider) recht. Die letzten beiden Tage reg-nete es mehr oder weniger stark. Und dies bei ziemlich frischen Temperaturen. Katoomba liegt auf einer Höhe von gut tausend Metern über Meer. Wenn wir uns im Auto aufhielten, dann verkrochen wir uns auch am hellichten Tage gerne unter die warme Decke. Zum Glück kann man sich im riesigen Australien das Wet-ter ganz gut aussuchen. Ich bin sicher, wenige Kilometer westlich, im Windschatten der Blue Mountains, wo wir vor drei Tagen aufbrachen, ist es weiterhin sommerlich heiss und trocken. Doch das nützt uns im Moment natürlich nicht viel. Wollen wir doch in den Blue Mountains wandern. Doch auch Schlechtwettertage haben was Gutes. Wir nützen die beiden Regentage um uns in Katoomba etwas umzusehen und vor allem, um uns neue Haarfrisuren verpassen zu lassen. Hat bei mir diesmal weit besser geklappt, als noch in Hobart. Nichts mehr mit Schafschere und Aufsatz Nr. 2.

Für uns rechtzeitig, kehrt das trockene und schöne Wetter heute in die Blue Mountains zurück. Ein paar nette Wanderungen mit sehr vielen Stiegen zu zwei aussergewöhnlichen und fast 200 Meter hohen Wasserfällen (Katoomba und Wenthworth) entschädigen für das schlechte und kalte Wetter der letzten Tage. Die Wenthworth-Falls, wenige Kilometer östlich von Katoomba, sind mit ihren in die Felsen geschlagenen und teils überhängenden Wanderwegen ausserge-wöhnlich schön und beeindruckend.  

Nach diesem Wandertag ziehen wir weiter nach Narrabeen auf einen der wenigen Caravanplätze im Grossraum Sydney. Es ist Freitagabend. Wir erwischen die schlimmste «rush hour» (Hauptver-kehrszeit), welche wir in ganz Australien bisher noch nie hatten. In der Gegend vom Olympic Park benötigen wir mit unserem Campervan auf einer Strecke von gut drei Kilometern mehr als eine Stunde. Doch schliesslich erreichen wir unser Ziel aber genauso, wie wohl die meisten anderen Verkehrsteilnehmer auch.