11. Mrz, 2017

Ein grosses Bravo!

Seit gestern abend sind wir wieder zurück in Sydney. Genau genommen im nördlichen Aus-senbezirk Narrabeen, wo es einen - leider einer der ganz wenigen - Caravanplätze im Grossraum Sydney gibt. Dafür ist der Caravan-platz sehr gross, gut ausgerüstet und direkt am Meer, sowie einer Lagune mit Salz- und Süsswasser gelegen, wo man ganz gut baden kann.

Unsere letzten fünf Tage Australien wollen wir aber vor allem damit verbringen, Ausflüge in die City zu machen und zu schauen, was sich in den letzten 26 Jahren - als wir in Sydney zum ers-ten Mal australischen Boden betraten - sich so alles verändert hat.  

Als wir vor gut sechs Wochen nach Sydney kamen, haben wir uns am Flughafen je eine dieser Opalkarten gekauft (s. Foto) und diese mit je zehn australischen Dollars geladen. Wer in Sydney den ÖV brauche, der müsse unbedingt eine solche Karte haben, sagte man uns damals am Flug-hafen. Also haben wir dies getan und sind danach mit einem Flughafenbus ein Stückweit in die Stadt gefahren. Die Opal-Karten behielten wir.

Und genau diese Opal-Karten können wir diese Tage in Sydney wieder gut gebrauchen. Auf un-serem Caravanpark in Narrabeen erklärt man uns nun erstmals so richtig, wie die Karten funktio-nieren und was man damit alles machen kann.

So kosten Fahrten mit dem öffentlichen Verkehr (Züge, Busse und Fähren) im Grossraum Sydney, auf einem Netz das grösser ist als die ganze Schweiz, pro Tag höchstens 15 Dollar (11 Euro). An Sonntagen sogar nur 2.50 Dollar. Senioren, Behinderte und Kinder bezahlen den halben Preis. Da-neben gibt es noch eine ganze Anzahl weiterer Ermässigungen, sowie Monats- und Jahreskarten. Die Karten lassen sich an Automaten einfach aufladen. Das System ist so simpel und einfach, dass es keine Kontrolleure mehr braucht. So steigt man beim Bus vorne ein, hält die Karte auf ein Le-segerät und stempelt ein. Ein akustisches und visuelles Signal zeigt dem Busfahrer an, dass die Karte (genügend) geladen ist. Beim Aussteigen wird auf dieselbe Weise ausgestempelt. Je nach Distanz die man zurückgelegt hat, wird nun der entsprechende Betrag auf der Karte abgebucht. Dies funktioniert beim Zug und den Fähren auf ähnliche Art und Weise, wie beim Bus. Wer das Tagessoll von z.B. Dollar 15.00 werktags oder sonntags Dollar 2.50 erreicht hat, dem wird auf den restlichen Fahrten am Tag nichts verrechnet. D.h. man fährt dann gratis.

Wir finden, das ist ein super System zur Vereinfachung, Vergünstigung und Förderung des öffen-tlichen Verkehrs. Übrigens: in Perth (Westaustralien), sagt uns ein seit 11 Jahren ausgewandertes Schweizer Ehepaar, sei in der ganzen Stadt der öffentliche Verkehr kostenlos. Das System mit die-ser Opal-Karte und die Art und Weise wie die Australier in ihren Ballungszentren den öffentlichen Verkehr verbilligen und fördern ist uns ein grosses BRAVO wert!