24. Feb, 2017

Twelve Apostels

Der wohl grösste Höhepunkt der Great Ocean Road erwartet uns heute. Von der Apollo Bay geht es weiter westwärts. Die ersten rund 50 Kilometer landeinwärts, recht kurvenreich, mehrheitlich durch grosse Eukalyptuswälder. Hier sucht man vergeblich den Blick aufs Meer.

Vor Princetown erreichen wir die Port-Camp-bell-Klippen, eine hohe, hellbraune Steilküste. Laut Wikipedia soll diese Küste aus Kalkstein bestehen. Für meinen Begriff sieht das Ganze jedoch eher, wie brauner Sandstein aus. Zwischen Princetown und Port Campbell ragen eine ganze Anzahl Felsentürme aus dem Meer (s. Foto). Es sind dies von Wind und Wetter geformte, natürliche Skulpturen und vom Meerwasser umspülte, bis zu 60 Meter hohe, Felsformationen. Einige davon werden als „Twelve Apostles“ (zwölf Apos-tel), andere als „Arch“ (Torbogen) und wieder andere als „Grotto“ bezeichnet. Von den zwölf Aposteln soll es laut Wikipedia nie mehr als neun gegeben haben. 2005 sei einer und 2009 ein anderer eingestürzt. So dass es mittlerweile nur noch deren sieben sind.

Als wir diese zwölf Apostel 1991 das erste Mal besuchten, kann ich mich nicht erinnern, über-haupt Touristen begegnet zu sein. Und schwach erinnern, dass das Wetter damals nicht viel bes-ser war als heute. Doch wenigstens regnet es nicht. Und die tief hängenden Wolken verleihen dem Ganzen schon fast eine mystische Stimmung. Wären da nicht diese vielen Touristen. Wir kommen uns vor wie in China. Asiaten und Chinesen treten hier wie Bienenschwärme auf. Auf chinesisch angesprochen, wird Marion sogar als Fotografin angestellt – selbstverständlich ohne Bezahlung.

Wir ziehen weiter und zwar schnell. Wir wollen wieder an die Wärme. Und diese gibt es in der Nähe von Adelaide. Wir übernachten heute etwa 100 Kilometer westlich von Warrnambool.