14. Feb, 2017

Rasenmäher mit zwei Ohren!

Entlang der Ostküste Australiens, zwischen Sussex Inlet und Durras North, 150 bis 300 Kilometer südlich von Sydney, befinden sich ein paar schöne Nationalparks mit herrlichen Sandstränden, ruhigen Lagunen zum Kanu fahren, sowie Flüssen und Seen zum Angeln. Besonders speziell sind hier die vielen Eastern Grey Känguruhs, welche spät nachmittags aus den Wäldern kommen um auf den Rasenflä-chen von Siedlungen und Campgrounds zu grasen.

In Durras North, wo wir uns gestern auf einem Campingplatz einquartiert haben, kommen diese Eastern Grey gleich Hundertfach aus den angrenzenden Wäldern eines Nationalparks. Dabei las-sen sich die Känguruhs hier von anwesenden Campern kaum stören. Im Gegenteil.

Elektrisch oder Benzin betriebene Rasenmäher oder Rasenroboter brauchen die Menschen in Durras North keine. Für einen stets kurz gehaltenen Rasen sind hier Känguruhs zuständig. Und das tun die Tiere wirklich gründlich. Wer einen Garten mit Blumen, Gemüse oder ein paar Kräut-chen hat, der tut aber gut daran, das Ganze vor diesen nicht programmierbaren, sprunggewalti-gen, zweiohrigen Rasenmähern zu schützen. Gegenüber einem Rasenroboter haben Känguruhs aber noch einen weiteren Nachteil. Känguruhs haben nämlich die Angewohnheit das verdaute Gras gleich an Ort und Stelle, in Form von grösseren, braunen, kirschengrossen Kugeln, wieder fallen zu lassen.

Und bevor sich diese Eastern Grey's am Morgen wieder in den Wald zurückziehen und dem Campground wieder den Menschen überlassen, ruhen sie sich ganz gerne auch mal vor dem Zelt eines Campers aus (s. Foto).