18. Apr, 2017

Unterwegs zu den Perhentian Islands

An der Ostküste der Malaiischen Halbinsel, nahe der thailändischen Grenze im Südchine-sischen Meer, befinden sich die Perhentian Islands. Es ist dies eine Inselgruppe mit zwei mittelgrossen bewohnten und ein paar kleine-ren unbewohnten Inseln. Wenn es ums Baden, Schnorcheln, Tauchen oder einfach Relaxen geht, dann gehören die Perhentian Inseln – abgesehen von Tioman, einer Insel weiter im Süden – zum ganz grossen Touristenmagnet Malaysias.

Die beiden bewohnten Inseln «Perhentian Besar (Gross-Perhentian) und «Perhentian Kecil» (Klein-Perhentian) erreicht man von Kuala Besut Jetty (Schiffshafen von Besut) mit einem der unzähligen Touristenboote (s. Foto). Bevor man in Kuala Besut Jetty jedoch eines dieser Touris-tenboote besteigen kann, zahlt man dem Staat eine Parkeintrittsgebühr von 30 Ringit, ca. Euro 7.50 pro Person. Denn die Inseln oder besser gesagt das, was diese Inseln umgibt, gehört zum nationalen Meerespark Pulau Redang. Der Meerespark verfolgt das Ziel, die einzigartige Schön-heit und Vielfalt dieser Unterwasserwelt zu erhalten und zu schützen. So darf in diesem Meeres-park u.a. weder gefischt noch Müll weggeworfen werden. So etwas verspricht doch Einiges. Für uns war dies auf jeden Fall Grund genug, die letzten vier Tage unserer Weltreise auf den Perhen-tian Inseln zu verbringen.

Gespannt und mit grossen Erwartungen reisen wir heute an. Ein Fahrer bringt uns vom Terrapuri Heritage Village nach Kuala Besut Jetty. Die Fahrt dauert etwa eine Stunde. Das Bubu Resort, wo wir unsere vier Tage mit Baden und Relaxen verbringen wollen, befindet sich am Long Beach auf Klein-Perhentian. Das Bubu verfügt über eigene Touristenboote, welche zweimal pro Tag in beide Richtungen verkehren. Diese einheimischen, kleinen «Schnellboote» legen die 19 Kilometer lange Strecke zwischen Kuala Besut Jetty und den Hotelstränden der Perhentian Islands in rund 30 Mi-nuten zurück.

Eine solche Bootsfahrt ist immer was Besonderes. D.h. normalerweise geniesse ich Bootsfahrten sehr. Von unseren vielen Reisen rund um die Welt sind wir uns bereits Vieles gewohnt. Mit etwas mehr und manchmal auch etwas weniger Komfort und Sicherheit. Doch das was wir heute hier erleben, gehört eindeutig in die Kategorie grenzwertig. War doch das Boot - ein identisches, wie auf dem Foto abgebildet - für meine Begriffe klar überladen. Zusammen mit 15 weiteren Gästen plus Fahrer und Beifahrer mussten wir zusammengezwängt, eng an eng nebeneinandersitzen. Vorne im Bug wurde das «Feriengepäck» der Gäste; d.h. mindestens 15 Koffer, sowie weiteres Gepäck, wie Taschen und Rucksäcke verstaut. Und als ob dies noch nicht genug gewesen wäre, packte man auf das kleine Boot noch mindestens 20 volle, extrem grosse Plastiksäcke. Keine Ah-nung, was sich darin befand. Damit der Beifahrer während der Fahrt nicht stehen musste, setzte bzw. legte er sich auf den Plastikberg. Nachdem alle ihre Schwimmwesten angezogen und einer von der Parkaufsicht die Zahl der Gäste notiert hatte, ging es mit Vollgas los. Unser Glück -  wir sassen hinten im Boot. Zwar waren wir dadurch dem vollen Motorenlärm der beiden PS-starken Aussenborder ausgesetzt. Dafür bekamen unsere Bandscheiben hinten im Boot etwas weniger ab, als diejenigen anderer Gäste, welche weiter vorne sitzen mussten. Die Schläge vom auf dem Wasser hüpfenden und immer wieder aufschlagenden Boot waren mitunter ganz ordentlich.

Falls Du planst, die Perhentian Inseln zu besuchen, dann empfehle ich Dir aus eigener Erfahrung einerseits ein Wassertaxi zu wählen, das nicht überladen ist (max. 10 Passagiere transportiert) und andererseits möglichst die hintersten Plätze zu wählen. Es sei denn, Du bist jung und Deine Bandscheiben halten heftigere Schläge noch problemlos aus.

Nach der Taxifahrt sind wir letztlich froh, das Boot gesund und ganz verlassen zu können. Was uns die kommenden Tage am Long Beach, sowie im Bubu Resort von Klein-Perhentian erwartet, ist alles andere als das, was wir uns vorstellten. Dies kannst Du auf unserem nächsten Blog vom 19.4. weiterlesen.