19. Apr, 2017

Nach unseren langen Gesichtern von gestern, kommt heute die grosse Ernüchterung.

Wir nehmen den aktuellen Hochglanzprospekt des Bubu Resorts zur Hand. Darauf wirbt das «4-Sterne-Resort» mit Traumfoto und Aussa-gen, das Bubu befände sich am wunderschö-nen Long Beach und dies an einer ruhigen und gemütlichen Ecke - eingeschlossen im Para-dies.

Doch das war einmal. Die Zeiten von ruhig, ge-mütlich und paradiesisch gehören definitiv der Vergangenheit an. Genauso wie die vier Sterne, welche das Bubu Resort angeblich haben soll. Der Long Beach mag einst – so, wie die meisten anderen Strände der Perhentian Islands es heute noch sind - ein idyllischer Strand gewesen sein, wo man gerne die Seele baumeln liess. Doch von einer solchen Idylle zeugen höchstens noch veraltete Hotelprospekte. In der ungeschminkten Re-alität von heute ist davon jedenfalls kein Hauch mehr zu spüren ist.

Unmittelbar neben dem Bubu (aus Sicht des Hotels linkerhand), wird ein grosser Hotelkasten ge-baut. Von dieser Baustelle ist bereits früh morgens mehr oder weniger starker Baulärm zu hören. Wie uns Einheimische und Angestellte des Bubu vor Ort bestätigen, wird diese Bautätigkeit frü-hestens im Sommer 2018 abgeschlossen sein. Als ob dies nicht schon genug wäre, verkehrt direkt vor den Liegen des Bubu, am eh schon sehr schmalen Strand, ein grosser Bulldozer (s. Foto und Fotoalbum). Und das mindestens den halben Tag. Darüber hinaus ist der knapp ein Kilometer lan-ge feine Sandstrand mit mindestens zehn weiteren Unterkünften, Restaurants, einem Zeltcamp mit rund 40 Zelten sowie Baracken förmlich «zugemüllt».  Anders lässt sich die Situation am Long Beach von Klein-Perhentian leider nicht beschreiben. Hinzu kommt, dass sich am anderen Ende des Strandes noch ein weiterer, grosser Hotelkasten im Rohbau befindet.

Der schmale Strand wäre ja wirklich toll. Feinsandig, leicht abfallend und in ein türkisblaues Meer übergehend. Doch dieses Bisschen Strand wird landseitig mehrheitlich von Hotels, Restaurants, Shops, Barracken, Wassertaxi-Ständen, Neubauten, sowie Sonnenschirmen und Liegestühlen be-ansprucht, während der Strand meerseitig alle paar Meter durch vertäute und verankerte Schiffe, deren Anker Mitten am Strand spitz aus dem Sand ragen, belegt. Wer gerne Strandspaziergänge macht, der sieht sich am Long Beach einem Hindernislauf der ganz besonderen Art ausgesetzt. Und abends, wenn am unbeleuchteten Strand die Ankerleinen und die aus dem Sand ragenden Anker kaum zu sehen sind, bekommt so ein Strandspaziergang auch noch eine ziemlich gefährli-che Note. Und wer gerne badet, der darf sich am Long Beach wie in einem Schiffshafen fühlen. So zähle ich heute in der kleinen Bucht rund 50 Touristen- und Transportboote, welche am Strand oder etwas weiter draussen verankert sind oder dann dazwischen - häufig mit grossem Speed - verkehren. So wird am Long Beach weder das Spazieren, noch das Baden zu einem wirklichen Genuss. Und die einst schöne Sicht aufs Meer wird durch die vielen Boote, sowie einem  hässli-chen, überdimensionierten und weit ins Meer hinausragenden Betonsteg, förmlich genommen.

 

Das Bubu Resort

Die Strandliegen des Bubu sind so nahe nebeneinander aufgereiht, dass sich deren Sonnenschir-me fast berühren. Frühstück und Essen sind im Bubu grundsätzlich passabel. Viel mehr jedoch auch nicht. Besonders die Portionen - bei anständig hohen Preisen – nehmen sich mitunter winzig klein aus. Und wenn man dann auch noch nach einem Stück Brot frägt, heisst es, Brot koste extra. So zahle ich heute abend im Restaurant vor den Bubu Villas für ein als Hauptgericht ausgeschrie-benes Menü mit ganzen 5 Lachs-Ravioli mit mehr Teig, als Füllung und viel Tomatensauce darü-ber, ohne Brot und ohne Salatblatt, stolze 12 Euro/Franken.

Das Bubu Resort ist aktuell 14-jährig. Dieses Alter sieht man unserem Zimmer, wie auch dem gan-zen Hotel bereits ordentlich an. Wobei an gewissen Stellen, wie Treppen, Bad und Balkon man das Gefühl nicht los wird, das Bubu sei nicht nur ins Alter gekommen, sondern auch gar nie wirk-lich fertiggestellt worden. So fehlen Fliesen oder Bodenbeläge, wo zumindest bei einem 4-Sterne-Hotel nicht einfach nur der nackte Betonboden zu sehen sein dürfte. Und die Zimmergrösse von 25 m2, wie es im Hotelprospekt steht, stimmt hinten und vorne nicht. Wir haben Zimmer 208. Mit Schritten ausgemessen, komme ich gut gerechnet auf 17 m2 Zimmer; 2 m2 Korridor, etwa 2,5 m2 für Bad/WC/Dusche, sowie 2,5 m2 für den Balkon.

Dieses Hotel bekäme bei uns ins Europa sicher nicht mehr als zwei Sterne, was bloss einer besse-ren Absteige für Backpackers gleichkommt. Und Backpackers gibt es am Long Beach wie Sand am Meer. Trotzdem, ein Bubu dürfte sich kaum ein Backpacker leisten können/wollen. Denn für das effektiv Gebotene sind die Zimmerpreise von zwischen 650 und 800 Ringit pro Nacht (ab 152 bis 200 Euro/Dollar/SFr.) überrissen hoch.

So können wir Dir weder das Bubu, noch den Long Beach von Klein-Perhentian empfehlen. Wenn Du Dir aber Zeit nimmst Berichte sorgfältig zu studieren und kritische Bewertungen von Tripadvi-sor und booking.com anschaust, dann findest Du bestimmt ein nettes und ruhiges Plätzchen auf den Perhentian Islands.

Wie es an anderen und nicht überbauten Stränden der Inseln aussieht, das schreibe ich Dir in meinem nächsten Blog (kommt demnächst).

 

18. Apr, 2017

An der Ostküste der Malaiischen Halbinsel, nahe der thailändischen Grenze im Südchine-sischen Meer, befinden sich die Perhentian Islands. Es ist dies eine Inselgruppe mit zwei mittelgrossen bewohnten und ein paar kleine-ren unbewohnten Inseln. Wenn es ums Baden, Schnorcheln, Tauchen oder einfach Relaxen geht, dann gehören die Perhentian Inseln – abgesehen von Tioman, einer Insel weiter im Süden – zum ganz grossen Touristenmagnet Malaysias.

Die beiden bewohnten Inseln «Perhentian Besar (Gross-Perhentian) und «Perhentian Kecil» (Klein-Perhentian) erreicht man von Kuala Besut Jetty (Schiffshafen von Besut) mit einem der unzähligen Touristenboote (s. Foto). Bevor man in Kuala Besut Jetty jedoch eines dieser Touris-tenboote besteigen kann, zahlt man dem Staat eine Parkeintrittsgebühr von 30 Ringit, ca. Euro 7.50 pro Person. Denn die Inseln oder besser gesagt das, was diese Inseln umgibt, gehört zum nationalen Meerespark Pulau Redang. Der Meerespark verfolgt das Ziel, die einzigartige Schön-heit und Vielfalt dieser Unterwasserwelt zu erhalten und zu schützen. So darf in diesem Meeres-park u.a. weder gefischt noch Müll weggeworfen werden. So etwas verspricht doch Einiges. Für uns war dies auf jeden Fall Grund genug, die letzten vier Tage unserer Weltreise auf den Perhen-tian Inseln zu verbringen.

Gespannt und mit grossen Erwartungen reisen wir heute an. Ein Fahrer bringt uns vom Terrapuri Heritage Village nach Kuala Besut Jetty. Die Fahrt dauert etwa eine Stunde. Das Bubu Resort, wo wir unsere vier Tage mit Baden und Relaxen verbringen wollen, befindet sich am Long Beach auf Klein-Perhentian. Das Bubu verfügt über eigene Touristenboote, welche zweimal pro Tag in beide Richtungen verkehren. Diese einheimischen, kleinen «Schnellboote» legen die 19 Kilometer lange Strecke zwischen Kuala Besut Jetty und den Hotelstränden der Perhentian Islands in rund 30 Mi-nuten zurück.

Eine solche Bootsfahrt ist immer was Besonderes. D.h. normalerweise geniesse ich Bootsfahrten sehr. Von unseren vielen Reisen rund um die Welt sind wir uns bereits Vieles gewohnt. Mit etwas mehr und manchmal auch etwas weniger Komfort und Sicherheit. Doch das was wir heute hier erleben, gehört eindeutig in die Kategorie grenzwertig. War doch das Boot - ein identisches, wie auf dem Foto abgebildet - für meine Begriffe klar überladen. Zusammen mit 15 weiteren Gästen plus Fahrer und Beifahrer mussten wir zusammengezwängt, eng an eng nebeneinandersitzen. Vorne im Bug wurde das «Feriengepäck» der Gäste; d.h. mindestens 15 Koffer, sowie weiteres Gepäck, wie Taschen und Rucksäcke verstaut. Und als ob dies noch nicht genug gewesen wäre, packte man auf das kleine Boot noch mindestens 20 volle, extrem grosse Plastiksäcke. Keine Ah-nung, was sich darin befand. Damit der Beifahrer während der Fahrt nicht stehen musste, setzte bzw. legte er sich auf den Plastikberg. Nachdem alle ihre Schwimmwesten angezogen und einer von der Parkaufsicht die Zahl der Gäste notiert hatte, ging es mit Vollgas los. Unser Glück -  wir sassen hinten im Boot. Zwar waren wir dadurch dem vollen Motorenlärm der beiden PS-starken Aussenborder ausgesetzt. Dafür bekamen unsere Bandscheiben hinten im Boot etwas weniger ab, als diejenigen anderer Gäste, welche weiter vorne sitzen mussten. Die Schläge vom auf dem Wasser hüpfenden und immer wieder aufschlagenden Boot waren mitunter ganz ordentlich.

Falls Du planst, die Perhentian Inseln zu besuchen, dann empfehle ich Dir aus eigener Erfahrung einerseits ein Wassertaxi zu wählen, das nicht überladen ist (max. 10 Passagiere transportiert) und andererseits möglichst die hintersten Plätze zu wählen. Es sei denn, Du bist jung und Deine Bandscheiben halten heftigere Schläge noch problemlos aus.

Nach der Taxifahrt sind wir letztlich froh, das Boot gesund und ganz verlassen zu können. Was uns die kommenden Tage am Long Beach, sowie im Bubu Resort von Klein-Perhentian erwartet, ist alles andere als das, was wir uns vorstellten. Dies kannst Du auf unserem nächsten Blog vom 19.4. weiterlesen.

16. Apr, 2017

Das ist der Hammer! Ein Wahnsinn, dass es so etwas gibt und dass man da auch noch woh-nen kann!

Unser Fahrer holte uns gestern mittag - fast etwas zu früh, denn wir konnten uns kaum trennen - beim ganz feinen 5-Sterne Resort Tanjong Jara ab. Dann fuhr er mit uns zweiein-halb Stunden der Ostküste entlang Richtung Norden nach Penarik/Terengganu wo sich das Terrapuri Heritage Village befindet.

Wir hatten überhaupt keine Ahnung was uns hier erwartet. Ohne gegoogelt und ohne vorgängig irgendwelche Informationen über das Terrapuri eingeholt zu haben, liessen wir uns wie kleine Kinder an Weihnachten überraschen. Wir haben uns gesagt, der Usinger, das ist übrigens der nette Herr von Vive Malaysia, der uns diese Malaysia-Reise zusammengestellt hat, der hat uns hier bestimmt was Nettes ins Programm gepackt.

Doch offengestanden, das Tanjong Jara Resort, in seiner Gesamtheit einmalig, dürfte kaum zu toppen sein. Das war uns klar. Und damit lag Herr Usinger schon mal goldrichtig. Und dann tref-fen wir - zusammen mit einem Paar aus Grossbritannien, welches seit 18 Monaten in Kuala Lum-pur lebt und arbeitet – in diesem Terrapuri ein (s. Foto und Fotoalbum).

Im ersten Moment war ich etwas irritiert. Alles uralte Pfahlbauten. In einem solchen Haus sollen wir wohnen – undenkbar! Ich tröste mich damit, dass es nicht mehr als zwei Nächte sein werden. Nach dem Erledigen sämtlicher Formalitäten führte man uns zu unserem Haus. Jedes Paar bzw. jede Einzelperson beansprucht in diesem Village ein ganzes Haus für sich (s. Fotoalbum). Man führte uns durch die Anlage.

Willkommen im Freilichtmuseum – kann ich da nur sagen! Diese malaiischen Holzhäuser stam-men aus dem 18. und 19. Jahrhundert und zwar aus der Gegend von Terengganu. Da hatte doch tatsächlich jemand diese super Geschäftsidee, einerseits 29 Häuser vor dem Untergang zu retten und diese an einem zentralen Ort im Stile eines Freilichtmuseums wieder aufzubauen. Und ande-rerseits das Dorf auch noch mit Gästen wieder zum Leben zu erwecken. Dabei hat man das Ter-rapuri Heritage Village sorgfältig restauriert und gleichzeitig an gehobene Ansprüche von Gästen dezent mit neuzeitlichem Konfort angepasst. Das ist unglaublich und unbedingt nachahmens-wert!

Als ich gestern dann auch noch den herrlichen Swimmingpool und die Wasserspiele inmitten des klassisch-malaiischen Holzdorfes aus dem 19. Jahrhundert sah, wich meine erste Sorge bereits langsam. Und als wir die "Hühnerleiter", eine extrem steile Holztreppe zu unserem «Bungalow» bestiegen und die «Scheunentüre» zu unserem Heim aufgestossen hatten, begannen meine Au-gen zu strahlen. Da standen im riesigen Raum links ein altes, eher etwas kurzes Bett mit Mos-kitonetz und im ganzen Raum verteilt uralte Möbel und ganz viele Utensilien aus Urgrossmutters-zeiten. Und erst das Bad. Ein alter Holzzuber als Badewanne, gespiesen von einem modernen Wasserhahn; ein Lavabo, hergerichtet auf einem hundertjährigen Holztisch mit zwei antiken Kup-ferkesseln drauf, in die man in der Mitte ein Loch herausgefräst hat, damit das Wasser, welches von ebenfalls modernen Wasserhahnen kommt, abfliessen kann. Toilette und Dusche und Duschraum sind neu - jedoch mit dem antiken Holzhaus zu einem harmonischen Ganzen vereint. Eine wirklich gelungene Sache.

So bewohnen wir zwei Tage lang - ganz für uns alleine gut und gerne 150 m2 Wohn- und Nutz-fläche. Was und wieviel haben diese Wände und Räume wohl schon alles gesehen, gehört und erlebt? Wenn diese Wände doch nur reden könnten!

Während diesen beiden Tagen geniessen wir Vollpension. Und was für eine! Wir müssen uns zu-rückhalten, damit wir in diesen Tagen nicht zu Mastgänsen werden. Beste Kost; frische Obstsäfte und Trinkkokosnüsse und das mehr als genug! Während unserer ersten Nacht sind wir nur gerade drei Paare, welche sich das ganze Dorf mit etwa einem Dutzend Angestellter teilen. Am zweiten Tag (Ostern) wurde das Dorf ein wenig mehr belebt. So waren wir dann etwa zwölf Gäste, welche diesen Frieden und die Ruhe im Dorf und am Pool geniessen durften.

Übrigens: Das Terrapuri Heritage Village liegt etwa 150 Meter vom Strand und Meer entfernt. Wem der nahezu 35 Grad warme, wohlverstanden nur von der Sonne beheizte Swimmingpool zu warm oder zu klein war, der konnte sich immer noch im 30 Grad warmen Meer «abkühlen».

 

Fazit:

Mit dem Terrapuri Heritage Village wurden zwei Fliegen auf einen Schlag geschlagen. Zum einen hat man erhaltenswerte, alte Gebäude und Gegenstände vor der Zerstörung gerettet und daraus ein Freilichtmuseum gemacht. Und zum anderen – und das ist die tolle Geschäftsidee – das ent-standene Dorf wieder mit Gästen belebt und so zum Leben erweckt! Dies verdient eine grosse Anerkennung!

Sollte es Dich auf Deiner Malaysiareise nach Terengganu verschlagen, dann empfehle ich Dir, zwei oder drei Tage/Nächte im Terrapuri Heritage Village zu geniessen. In der Hochsaison kostet die günstigste Unterkunft im Terrapuri ca. 160.00 Fr./Euro/Dollar pro Haus und Nacht. Ich bin überzeugt, das wird Dir bestimmt gefallen!

 

Wichtig:

Dies ist kein bezahlter Werbeblog. Sondern bloss eine ehrliche Meinung eines begeisterten Rei-senden.

12. Apr, 2017

Kurz gesagt: Das Tanjong Jara Resort, wo wir uns bis Mitte April entspannen und Badeferien machen, ist ein 5-Sterne-Resort der Extraklas-se. Das Resort erstreckt sich gut und gerne auf einer Länge von 800 Metern. Alles an einem feinen, gelben etwas abfallenden Sandstrand. Wo andern Orts das Baden wegen zu hoher Wellen, zu viel Strömung zu steinigem oder felsigem Untergrund, zu kaltem Wasser oder wegen zu wenig Wassertiefe bei Ebbe schwie-rig oder unmöglich ist, kennt man dies beim Strand vor dem Tanjong Jara Resort absolut nicht. Einmal im Wasser kann man nach zwei Metern bereits bestens schwimmen und zwanzig Meter weiter draussen immer noch knapp stehen. Das herrliche Meer ist meist sehr ruhig bis leicht wellig. Darüber hinaus hat es Badewannentemperatur (30 Grad) - so wie ich es liebe.

Der Strand ist U-förmig und mehrere Kilometer lang. Ausser 14 Sonnenschirmen mit je 2 Liegen in Abständen von gut 10 Metern ist der kilometerlange Strand nahezu leer. Auch diese wenigen Liegen waren während unserer vier Tage hier nie voll belegt. Wenn es der Strand von Ngapali (Myanmar) bei Tripadvisor 2016 weltweit auf den 8. Platz geschafft hat, dann müsste der Strand vor dem Tamjong Jara mindestens unter den ersten drei der Welt figurieren. Klar schöner, kein Dreck, keine Leute am Strand, beste Badeverhältnisse und dazu auch noch Palmen gesäumt.

Und das Resort selber, ist ein kleines Schmuckstück. Zimmer und Badezimmer sind riesig. Im Zimmer stehen nebst einem grossen Doppelbett zwei Schreibtische, Einbauschränke, Nachtkäst-chen und diversen Lampen, sowie ein zweites, kleineres Kinderbett mit Moskitonetz. Und das Badezimmer ist unterteilt in einen Toiletten-, Dusch- und grossen Waschvorraum. Sämtliche Gebäude sind luftig; alle Räume sehr hoch und aus schwerem, dunklem Tropenholz gebaut. Die Anlage ist enorm weitläufig. Durch den Park und unter dem grossen Restaurant hindurch zieht ein kleiner Bach. Im Park gibt es hübsche kleine Holzbrücken, viele Palmen, Blumen, Liegen und "Kuschelecken" um sich zurückzuziehen, drei grosse Pools (ein Becken davon für Kinder), drei Restaurants, Aufenthaltsräume und einen feinen, kleinen Souvenirshop.

Die Anlage mit seinen 99 Zimmern ist so weitläufig, dass Gäste kaum jemals Gefahr laufen sich gegenseitig auf die Füsse zu treten. Sehen tut man sich – wenn überhaupt – dann beim Früh-stück. Man bekommt einfach nie das Gefühl in einer Hotelanlage zu sein. Wäre da nicht ein äusserst freundliches Personal, das seinen Gästen auf keineswegs aufdringliche Art und Weise, deren Wünsche geradezu von den Lippen abliest. Bereits am zweiten Tag spürten wir - besonders vom Servicepersonal - dass es sich an uns und und teilweise sogar an unsere Namen erinnern konnte. Wie aufmerksam! Die von uns bevorzugten Tische wurden uns abends mit Namen - ge-schrieben in weisser Farbe auf frisch gepflückter Blätter - reserviert. Einmal sogar ohne, dass wir dies speziell verlangt hatten. Und das Essen – einfach lecker! Jeden Morgen unterschiedliche, frisch gepresste Säfte. Und im Seefood-Restaurant – etwas abgelegen, vorne am Meer - können wir Dir Dancing Prawns (tanzende, grosse Crevetten) und den exzellenten Red Snapper (Fisch) wärmstens empfehlen.

Vorausgesetzt, Du findest den Weg bis nach Malaysia und dort ins 5-Sterne-Resort Tanjong Jara zwischen Rantau Abbang und Dungun gelegen.

P.S. Weitere Fotos zum Jampong Jara Resort stellen wir Dir gerne in unserem Fotoalbum zur An-sicht bereit.

 

Apropos:

Dies ist kein bezahlter Werbeblog, sondern eine ehrliche Meinung eines vielgereisten Welten-bummlers!

11. Apr, 2017

Heute heisst es wieder einmal Abschied neh-men. Abschied vom Taman Negara, einem eindrücklichen Nationalpark im Zentrum der malaiischen Halbinsel, den Du auf einer Malaysia-Reise unbedingt in Dein Programm einbinden solltest. Und Abschied nehmen von Sämi und Helena, mit denen wir gestern abend noch ein paar spassige Brändi Dog-Runden spielten und die heute in Richtung Cameron Highland ziehen und wenige Tage später Richtung Osten (Sumatra/Indonesien) ihre Weltreise fortsetzen werden. Die kurze, gemeinsame Zeit war schön mit Euch Beiden. Doch leider trennen sich hier unsere Wege. Während Sämi und Helena noch rund viereinhalb Monate ihrer Weltreise vor sich haben, endet unsere in rund elf Tagen.

Wir ziehen heute weiter in ein Resort an die Ostküste Malaysias, rund acht Kilometer südlich von Rantau Abbang, bzw. wenige Kilometer nördlich von Dungun. Rantau Abbang verbinden wir mit ganz schönen Erinnerungen. Auf unserer ersten Weltreise – es dürfte Juli 1991 gewesen sein – haben wir am Strand von Rantau Abbang, unmittelbar bei einer Schildkrötenforschungs- und -schutzstation in einer einfachen Unterkunft gewohnt, um nachts den bis zwei Meter grossen und bis zu 400 Kilogramm schweren Lederrückenschildkröten, den grössten Schildkröten der Erde, beim Eier legen zuzusehen. Das war eines dieser prägenden und auch nach 26 Jahren nicht vergessenen Erlebnisse unserer ersten Weltreise. Nur leider kommen diese Meeresriesen – trotz Forschung und Schutz – hier nicht mehr an Land. Den Grund dafür kennen wir nicht. Uns wird jedoch gesagt, dass es in Malaysia noch aber noch andere Plätze gäbe, wo die Lederrückenschildkröten jedes Jahr in den Monaten Juli und August zum Eierlegen an Land kämen.

In Kuala Tahan werden wir kurz vor zehn Uhr von einem Fahrer mit Kleinbus abgeholt. Die Fahrt bis zum Tanjong Jara Resort – mit einer halbstündigen Pause dazwischen – dauert rund fünf Stunden. Kurz vor fünfzehn Uhr können wir einchecken.