30. Jul, 2016

Wale watschen!

Heute, den 28.7., feiern wir kurz am Morgen den 60. Geburtstag einer Wanderkollegin.

Nach nur gerade zwei Tagen heisst es heute bereits wieder Abschied nehmen von der spannenden und recht geschäftigen Insel Fajal. Unweit von unserem Hotel liegt der Hafen, von wo wir mit der Fähre die kurze Überfahrt auf die Insel Pico machen. Im Hafen von Madalena geben wir unser Gepäck ab, lassen dieses in unsere neue Unterkunft bringen, während wir uns auf die bereitgestellten Fahrräder schwingen um damit die nächsten rund zwei Stunden die Umgebung von Madalena mit ihrem Weinanbau zu erkunden. Übrigens: auf der Insel Pico werden die einzigen Weintrauben der Azoren angebaut. Viele dieser Pico-Weine haben wir die ganzen letzten Tage, bzw. Abende durchprobiert. Auch wenn ich Pico-Weine zu Hause vermutlich nicht trinken würde, so munden die einen oder anderen dieser Weine nicht einmal so schlecht.

Der heutige Tag ist aber noch lange nicht zu Ende. Denn am Nachmittag steht das nächste Highlight unserer Azorenreise auf dem Programm, nämlich das whale watching oder das Wale watschen, wie unsere Tourenleiterin Susanne Spasses halber zu sagen pflegt. Nach kurzer Instruktion über die verschiedenen Wale, welche rund um die Azoren und ganz besonders um die Inseln Fajal und Pico zu sehen sind, fahren wir mit einem speziellen, auch für Expeditionen geeigneten Schlauchboot hinaus. Zuerst wieder zurück nach Fajal, wo noch weitere Gäste aufgenommen werden und dann entlang der Nordküste Fajals hinaus ins offene Meer. Wir haben Glück, das Meer und das Wetter präsentieren sich von deren besten Seite. Es erwartet uns kaum Seegang, viel Sonne und herrliche Wolkenstimmungen. Nach längerer rasanter Fahrt treffen wir auf drei weitere Walbeobachtungsboote. Und dann geht es plötzlich schnell. Schlag auf Schlag sehen wir vor uns zuerst eine Gruppe Pottwale, welche von Schnabelwalen begleitet werden. Beide gehören zur Familie der Zahnwale. Später - fast am selben Ort - sichten wir auch noch einen Finnwal. Dieser gehört in die Familie der Bartenwale. Ein Nachzügler, der eigentlich längst seine Reise in Richtung Norden, in die kühleren Gewässer angetreten habem müsste. Ein riesen Erlebnis. Und zum Schluss - gewissermassen als Nachtisch - werden wir auch noch an eine Stelle gefahren, wo wir auf eine grössere Schule "common dolphins", auf deutsch, "der gewöhnliche Delphin" treffen.

Und am Abend feiern wir dann unsere Wanderkollegin nochmals so richtig ausgiebig. Danach ging einfach nichts mehr mit Berichte schreiben.