28. Aug, 2016

Wir sind beeindruckt!

Während wir noch schlafen, treten unsere Wanderkolleginnen und -kollegen in den frühen Morgenstunden deren Rückreise an. Uns erwartet in Irkutsk ein wolkenloser und warmer Tag. In Mitteleuropa würden wir dem Spätsommertag sagen. Hier in der Baikalregion hat der Herbst aber klar Einzug gehalten. So haben sich die noch vor zehn Tagen hellgrün leuchtenden Birkenwälder in ein helles, bis dunkles Gelb verwandelt. Die Nächte werden zusehends kühler. Und in den Parkanlagen von Irkutsk liegt bereits Einiges an Laub am Boden. Ich hätte nie gedacht, dass sich der sibirische Sommer so schnell verabschieden würde.

Es ist Sonntag. Die sonst so stark befahrenen Strassen von Irkutsk sind halb leer. Wir schreiben noch unsere letzten Berichte; lesen Bücher; geniessen die wärmenden Sonnenstrahlen und hängen unseren Gedanken nach. Wir spazieren entlang der Angara (Ausfluss des Baikals), schauen Kindern beim Spielen zu und feuern praktisch als Einzige eine fünfzigköpfige Läuferschaft eines Stadtlaufes (Distanz 7 km und Halbmarathon), dafür umso heftiger an. Träume davon selber wieder zu laufen. Dürfte wohl aber ein Traum bleiben. Schliesslich lassen wir die gewonnenen Eindrücke vom grössten Land dieser Erde und im Speziellen von dieser bezaubernden Baikalregion nochmals durch unsere Köpfe gehen; schliessen langsam aber sicher ab und wenden uns dem nächsten Abenteuer, der Mongolei zu.