19. Aug, 2016

Auf nach Listwjanka!

Der heutige Tag startet trüb, kühl und nass. In der Nacht hat es geregnet und der Himmel ist düster und wolkenverhangen. Wir verabschieden uns von unserer Hausmutter Gallina, die uns die letzten beiden Tage mit einheimischer Küche so richtig verwöhnt hat und bei der wir zum ersten Mal Omul, den berühmten und äusserst schmackhaften Baikalfisch, der auf einer Tiefe von rund 400 Metern lebt, gegessen haben. Dann sind wir auf einenm ehemaligen Fischkutter rund drei Stunden, leider zeitweilig bei etwas Nieselregen, auf dem Baikal in Richtung Listwjanka unterwegs. Der See ist dabei erstaunlich ruhig. Denn es könnten hier auch meterhohe, draussen auf dem See sogar bis zu sechs Meter hohe, Wellen geben. In Listwjanka klart das Wetter dann aber glücklicherweise wieder auf. Wir besuchen das kleine, aber sehr hübsche Baikalmuseum, wo uns Tamara über die Geschichte, Geografie, Geologie und Fauna des Baikals erzählt. Gespannt sind wir, wenn wir dann auch noch die einzigen Süsswasserrobben der Welt, welche wir in einem Schwimmbecken im Museum sehen, life in der Natur beobachten können. Nach dem Mittagessen besuchen wir noch den Markt von Listwjanka, bevor wir uns in unsere Unterkunft in einem kleinen Seitental von Listwjanka begeben.

Wir sind wieder in der Zivilisation angekommen. Wir kommen uns vor, wie wenn wir die letzten beiden Tage irgendwo in der Einsamkeit des Napfgebietes verbracht, nun wieder zurück am Schwanenplatz in Luzern sind. Chinesische Touristen, wohin das Auge reicht. Das ist Hochsommer in Listwjanka. Dem Touristenort am Baikalsee schlechthin. Zu zweit machen wir uns dann noch auf in die Pilze. In gut einer halben Stunde tragen wir kiloweise Steinpilze, Birkenröhrlinge und Pfifferlinge aus dem angrenzenden Mischwald. Zurück in der Unterkunft helfen dann alle tatkräftig mit beim Rüsten. Bei ein paar Bierchen und einem Glas Wodka geht das besonders gut. Essen wollen wir diese dann morgen Abend.