4. Feb, 2017

Quer durch ganz Tasmanien

Ein langer Reisetag steht uns bevor. Von der Nordküste geht es quer durch ganz Tasmanien bis zur Südküste. Ziel: Bruny Island. Dafür le-gen wir heute rund 340 Kilometer zurück. Die Landschaft im Landesinnern ist schön, wild, abwechslungs- und bis zum Great Lake auch ziemlich kurvenreich. Der Great Lake befindet sich fast in der Mitte Tasmaniens. Gleichzeitig dürfte er einer der grössten Seen dieser Insel sein.

Mit einer Fläche von 68'000 Quadratkilometern ist Tasmanien rund 1,7mal so gross, wie die Schweiz. Dabei leben nur gerade 520'000 Menschen auf dieser Insel. Dies sind weniger als 8 Einwohner pro Quadratkilometer. Hinzu kommt, dass mehr als 80% aller Tassies in den drei grossen Städten Hobart, Launceston und Devonport und der Rest irgendwo entlang der Nord-, Süd- und Ostküste lebt. Die Westküste Tasmaniens, sowie ein Grossteil des Landesinnern sind praktisch unbewohnt und mitunter sehr wild. Dies trifft besonders auf den Westen und Süd-westen Tasmaniens zu.

Wir machen heute nirgendwo lange Halt. Wollen wir doch am Nachmittag Kettering erreichen, wo die Fähren nach Bruny Island ablegen. Die Autofähren (s. Foto) verkehren zwischen Kettering und der Insel im Halbstundentakt. Doch wir wissen nicht, wie gross heute Samstag der Andrang ist. Auch wissen wir nicht, wie lange die Schiffe abends fahren.

Um 15.25 Uhr sind wir in Kettering. Als eines der letzten Autos erreichen wir die 15.30 Uhr Fähre, die pünktlich ablegt. Die Überfahrt dauert etwa 15 Minuten. Bis zu unserem Nachtquartier, dem einzigen Caravanpark in der Adventure Bay auf South Bruny Island müssen wir nochmals 40 Kilo-meter zurücklegen. Wir geniessen den heutigen Abend mit einem Strandspaziergang. Es ist wun-derbar schön, warm und wolkenlos. Für morgen ist für einmal etwas schlechteres und kühleres Wetter angesagt.

Die geplanten Ausflüge mit einem Schiff der Küste entlang und zu Fuss im South Bruny National-park verschieben wir. Wir haben drei Nächte auf Bruny Island eingeplant. Bei dem recht schnell wechselnden Wetter ergibt sich sicher noch ein schöner Tag auf der Island. Andernfalls habe ich wieder einmal viel Zeit zum Schreiben.