27. Jan, 2017

Hobart und Mt. Wellington

Heute ist mein Tag. Nicht des Wetters wegen – auch wenn es wieder einmal wunderbar, wolkenlos ist, sondern weil wir nach dem Mt. Wellington eine einheimische Bierbrauerei, die Cascade Brewery, besuchen.

Am Morgen holt uns Kim – diesmal ohne Be-gleitung ihrer Tochter – beim Hotel ab und fährt uns mit ihrem «Lastwagen» auf den 1269 Meter hohen Mt. Wellington. Den Berg teilen wir uns heute mit einer grossen Schar Touris-ten. Die meisten dürften Australier sein, welche entweder noch Ferien haben oder sich zwischen dem gestrigen Australien Day und dem morgen startenden Wochenende eine «Brücke» machen. Vom Mt. Wellington haben wir einen wunderbaren Blick über Hobart (s. Foto) und einen Gross-teil des südlichen Teils Tasmaniens.

Nach dem Mt. Wellington fahren wir dorthin, wo es meine trockene Kehle schon den ganzen Tag hinzieht - zur Cascade Brewery. Cascade stellt seit 1832 eines der besten Biere Australiens her. Am 7. Februar 1967; d.h. ziemlich genau vor 50 Jahren wütete in Hobart und Umgebung ein ge-waltiges Buschfeuer. Bei diesem riesigen Buschfeuer seien einige Menschen ums Leben gekom-men und die Cascade Brauerei sei dabei komplett zerstört worden, erzählt man uns auf unserer heutigen Führung. 

Wenn man den Bierbrauern, aber auch eingefleischten, Bier trinkenden, Tasmaniern so beim Erzählen zuhört, dann trauern sie noch heute um diesen "Black Tuesday", wie sie diesen "Schwar-zen Dienstag" nennen, an dem das Feuer ausgebrochen ist.  Diese Leute trauern aber nicht etwa um die vielen Menschen, welche bei dem verheerenden Brand ihr Leben verloren haben, son-dern primär um «ihre» Brauerei, die damals zerstört wurde. Ist doch Bier bei den Australiern so etwas wie ein Grundnahrungsmittel.

Nach einer langen Führung - zwischen Gährtanks und Abfüllanlagen - geht es dann zum gemüt-lichen Teil. Dabei kommt jeder Gast in den Genuss vier Biere probieren zu dürfen. Was schliess-lich zusammen fast einen Liter Bier pro Person ergibt. Dies ist dann eindeutig zuviel für uns!

Mit diesem Brauereibesuch geht heute abend eine äusserst erlebnisreiche Tour zu Ende. Way-outback empfehlen wir gerne weiter. Wir hatten das Glück, unsere Tour-Guides mehrheitlich für uns alleine zu haben. Wie die Tour jedoch ausgesehen hätte, wenn wir zusammen mit weiteren 14 Personen in diesem Bus gesessen hätten, können wir nicht sagen. Wäre aber bestimmt eng und bedeutend anstrengender geworden, als es von der Fülle des Programms und der Länge der Tage eh schon war.