22. Jan, 2017

Strahan und Umgebung

Heute lerne ich, wie Australier Pancake ma-chen. Eigentlich ganz einfach. Dan bereitet aus Mehl, Wasser und Ei die Teigmasse vor. Eine grosse Schöpfkelle voll haue ich dann in eine Pfanne; warte bis der Fladen auf einer Seite schön angebräunt ist und dann einfach einmal wenden. Und fertig ist der Pancake. Es ist 7.00 Uhr. Beide Frauen schlafen noch. Dan und ich sitzen beim Frühstück; streichen Marme-lade auf die feinen Pancakes; heisses Wasser und Kaffeepulver. Und fertig ist das Frühstück.

Nachdem sich dann auch noch Michelle und Marion zu uns gesellt und auch noch meine Pancake-Kunst kommentiert hatten, geht es mit Lunch im Rucksack auf die heutige Tour. Es erwartet uns heute ein Bilderbuchtag. Kein einziges Wölkchen am Himmel. Und es ist angenehm warm. Dan sagt, solche Tage gäbe es auf Tasmanien nicht allzu häufig. Und wenn, dann meist nur im Som-mer. Genau – und jetzt ist in Tasmanien Hochsommer. Dieser dauert noch etwa bis Ende Februar. Ende März ist dann fertig mit Saison.

Einige Kilometer von Strahan entfernt, befinden sich äusserst imposante Wasserfälle - die Monte-zumafalls (s. Foto). Mit einer Höhe von knapp 110 Metern dürften die Montezumafalls zu den höchsten Wasserfällen Tasmaniens gehören. Vom Parkplatz bis zu den Wasserfällen führt ein fünf Kilometer langer, alter Silbermienenpfad. Der breite und einfache Weg ist praktisch komplett im Wald. Die Schienen der früheren Bahn sind weg. Nur eine halb zerfallene Holzbrücke und eine kleine Höhle, wo Silber abgebaut wurde, zeugen noch von alten Bergbauzeiten aus dem letzten oder sogar vorletzten Jahrhundert.

Kurz vor den Wasserfällen überqueren wir eine «Swingingbridge» - d.h. eine schwingende Hänge-brücke mit herrlichem Blick auf die Wasserfälle. Nach der Mittagspause kehren wir auf selbem Weg zurück. In der Nähe von Strahan besteigen wir Mitten im Urwald noch herrlich weisse Sanddünen. Von hier haben wir einen wunderbaren Blick aufs Meer.

Zum Abendessen gibt es Braunforellen. Von einem Hobbyfischer, der offenbar nur Fische fängt, diese jedoch nicht selber isst, haben wir gestern am Lake St. Clair vier frische Braunforellen bekommen. Gewürzt und etwas Olivenöl packen wir diese in Alufolie ein und stecken diese in den Backofen. Zusammen mit einem echten tasmanischen Bier lassen wir zu viert den Abend mit UNO spielen gemütlich ausklingen.