30. Jan, 2017

Zugvögeln gleich!

Der Himmel zeigt sich heute grau und trüb. Zeitweilig regnet es sogar leicht.  Laut Wetter-bericht soll das Wetter nördlich von Triabunna besser sein. Zugvögeln gleich - zieht es uns heute so oder so in nördliche Richtung.

Unser Wohnmobil von BRITZ (s. Foto) ist zwar klein. Ohne Dusche und Toilette hat dieser Van aber dennoch so ziemlich alles, um ein ganz Grosser zu sein. Einziger Nachteil: Zum Kochen, Essen und Schlafen müssen wir jedes Mal das halbe Wohnmobil umbauen. Mit der Zeit sollten wir aber auch darin Übung haben.

Auf unserer heutigen Fahrt der Küste entlang bekommen wir immer wieder herrliche Blick auf die Küste und ganz tolle, weisse Sandstrände. Das Meer ist rauh und es gehen starke böenartige Win-de, die unser Wohnmobil ständig von der Strasse zu drücken versuchen. Von Triabunna bis St. Helens sind es rund 130 Kilometer. Das Wetter wird zusehends besser, sonniger und je weiter wir nordwärts kommen, auch wärmer. Gegen Abend fällt der starke Wind dann in sich zusammen.

Damit wir die kommenden Tage im Mt. William Nationalpark gut versorgt sind, decken wir uns unterwegs noch mit Allerlei Lebensmitteln ein. Im Mt. William Nationalpark, dem nordöstlichsten Park Tasmaniens, werden wir die nächsten drei Tage von Internet, WLAN, Strom, sowie von der Zivilisation im allgemeinen, ziemlich abgeschnitten sein. Dort hoffen wir dann endlich auf Wom-bats zu treffen. Mit Ausnahme eines flüchtigen Blicks auf einen Wombat aus einem Bus im Crad-dle Mountain Nationalpark, suchen wir die kleinen, runden, nachtaktiven «Braunpelze» immer noch vergebens.

Übrigens: hier in Australien scheint sowieso so ziemlich alles nachtaktiv zu sein. Dies bekommen wir heute abend am «Bay of Fire», Nähe St. Helens für einmal so richtig zu spüren. Als wir nach Sonnenuntergang auf einem Naturcampingplatz noch draussen Abendessen wollen, werden wir sosehr von Moskitos und Sandfliegen geplagt, dass wir unser "Candle-Light-Dinner" kurzerhand abbrechen müssen.