27. Mrz, 2017

Barfuss in Myanmar unterwegs!

Barfuss gehen soll gesund sein – sagt man! Wenn das stimmt, dann müssten wir bald die besten und gesündesten Füsse haben, die wir - mal abgesehen von unserer Kindheit – je hat-ten. Das Leidige ist nur, heute fehlt den Füssen die nötige Hornhaut um auf heissen und une-benen Böden zu gehen. Und vom täglichen Tragen von «Konfortschuhen» ist unsere Fuss-Muskulatur mittlerweile längst verkümmert. So dürfen wir in Myanmar etwas Leiden und Busse tun. Und zwar gleich auch noch an den richtigen Stätten des Landes.

Letzten Oktober haben wir im Tibet bereits sehr viele Stupas, Pagoden, Tempel und buddhisti-sche Klöster gesehen. Doch was wir hier in Myanmar zu sehen bekommen, das übertrifft alles. Alleine in Bagan, eine Stadt wo wir morgen hinfahren, soll es 2'200 eingetragene Pagoden geben, sagt uns unser Reiseleiter Aung Aung, ausgesprochen Oh Oh (mit stummem «h»). Im Gegensatz zum tibetischen Buddhismus, der in den letzten Jahrhunderten immer wieder neue Glaubens-richtungen hervorgebracht habe, würden die Burmesen einen ursprünglichen Buddhismus leben, erklärt uns Aung Aung. Und zu diesem ursprünglichen Buddhismus, was im Tibet nicht der Fall ist, gehört halt mal, dass man alle religiösen Einrichtungen des Landes barfuss betritt. So durften wir gestern sogar zum ersten Mal in unserem Leben barfuss Rolltreppen fahren. Das Resultat von diesem Barfussgehen sieht man dann anschliessend unseren Füssen ziemlich deutlich an (s. Foto).