Reisegrüsse von

Daniel und Marion

Insel versus Kontinent!

Auf unserem langen Flug von Chile nach Au-stralien, hat mich folgende Frage beschäftigt: Wieso wird das australische Festland als Kon-tinent und Tasmanien bloss als Insel bezeich-net? Im alles wissenden Internet bin ich dann auf folgende Antwort gestossen:

Inseln, wie auch Kontinente sind Landmassen, welche über dem Meeresspiegel liegen und komplett von Meer umgeben sind. D.h. Konti-nente sind demnach genauso Inseln – einfach um das Vielfache grösser. Und weil der Begriff Kontinent eine willkürliche Bezeichnung ist und keiner klaren Logik folgt, sei es legitim zu sagen, eine Insel sei ein Kontinent bzw. ein Kontinent sei eine Insel, erfahre ich im Internet.

Wenn es Dich interessiert, wie ein Wissenschaftler diese Frage abhandelt, dann empfehle ich Dir folgende Webseite: www.wissen.de/raetsel/was-ist-eine-insel-was-ein-kontinent

Ein Dr. Alexander Stahr hat hier eine kleine Abhandlung zum Thema Kontinent versus Insel ge-schrieben.

Des Rätsels Lösung!

Aufmerksame Leser und Kenner der Antarktis haben es schnell bemerkt. Mein Beitrag mit dem schlafenden Eisbären (Antarktis, 13. De-zember 2016) war ein einziger grosser Scherz.

Können sich doch in freier Wildbahn die Wege eines Eisbären niemals mit denen eines Pingu-ins kreuzen. So wenig, wie es Pinguine in der Arktis gibt, so wenig gibt es Eisbären in der Antarktis. Dieser Eisbär macht also kein Nick-erchen, weil er gerade eine Pinguineninsel leergefressen hat, sondern, weil er vermutlich einfach müde ist.

Das schöne Eisbärenfoto, wie auch die Fotos in meinem Blog vom 14.12. von Amundsen und Scott, verdanke ich unserem Lektor und Mitglied der Expeditionscrew, Christian Bruttel. Christian Bruttel ist Deutscher Staatsangehöriger. Er lebt seit 2011 auf Spitzbergen (Norwegen). Und von dort kommt auch dieses herrliche Foto eines schlafenden Eisbären.

Christian ist ein sehr sympathischer Typ und ein exzellenter, umsichtiger Guide mit viel Wissen, was die frühen Expeditionen und Entdeckungen der beiden Pole anbetrifft. Zusammen mit einem Schweizer betreibt er auf Spitzbergen ein junges Reiseunternehmen, welches sich als einziges auf deutschsprachige Gäste spezialisiert hat. Das Unternehmen heisst Spitzbergen Reisen und ist zu finden unter www.spitzbergen-reisen.de. Gerne empfehle ich Christian und sein Unternehmen weiter. Ich bin mir sicher, wer mit Christian irgendwo zwischen Grönland und dem Nordpol unter-wegs ist, kommt mit enorm vielen und positiven Eindrücken zurück.

Wo befindet sich die trockenste Gegend der Erde?

Ganz bestimmt nicht in diesem Whirlpool. Auch wenn dieser Pool zurzeit in der Antarktis sprudelt.

Hier kommt die Auflösung zur «Millionen-Frage», gestellt unter Reiseberichte/Chile am 12. Januar 2017.

Zuerst einmal ganz herzlichen Dank, all’ je-nen, welche sich auf unserer Homepage und teilweise auch direkt per E-Mail zur Millionen-frage geäussert und damit einerseits Mut und andererseits auch Wissen und Können bewie-sen haben. Ungeachtet Eurer Antworten und Begründungen schenke ich Euch Allen einen ganz ganz grossen Applaus! CoolGefällt

 

Und nun zur Hitliste. Von Hinten angefangen:

 

Platz 4

Dieser Platz gehört Russland. Im mit Abstand grössten Land der Erde gibt es zwar sehr sehr kalte und mit Tundras auch trockene Gegenden. All’ diese Extreme befinden sich im übrigen in Sibirien. Dennoch, soviel ich im Internet recherchieren konnte, gibt es in ganz Russland mehr als genug Luftfeuchtigkeit und Niederschläge, wie Schnee und Regen, so dass die trockenste Gegend auf unserem Planeten nicht in Russland liegt.

Bei den übrigen Kandidaten wird es schon etwas schwieriger. Denn jeder der drei kann für sich in Anspruch nehmen, Gebiete zu haben, welche zu den trockensten der Erde zählen.

 

Platz 3

Der dritte Platz gehört Namibia mit der Namibwüste. Mit einer durchschnittlichen Luftfeuch-tigkeit von nur gerade 5% ist die Namib eine der trockensten Wüsten weltweit. Die Namib ist im Übrigen auch eine der bezauberndsten Sandwüsten, die wir kennen. In der Namib gibt es goldgelbe bis rötlichgelbe, feinste Sanddünen von bis zu 300 Metern Höhe.

 

Platz 2

Platz zwei gehört Chile mit der Atacamawüste. Es sind zwar auch in der Atacamawüste nicht alle Gegenden gleich trocken. Doch es soll Orte geben (zwischen Calama und San Pedro de Atacama, sagt man uns), wo es pro Jahr zwischen 0 und 1 Millimeter Regen gibt. Und es wird gesagt, dass es sogar Stellen gäbe, wo es seit Jahren nie mehr geregnet hat. Wir können selber bezeugen und meine Fotos bestätigen dies, hier ist es absolut staubtrocken. Doch es geht in der Tat noch trockener.

 

Platz 1

Dieser Platz gehört tatsächlich der Antarktis. Jetzt werden bestimmt alle jubeln, welche offen oder heimlich auf die Antarktis getippt haben. Aber aufgepasst! Nicht der ganze, riesige Kon-tinent der Antarktis ist extrem trocken, sondern nur eine ganz bestimmte Gegend davon. Der Südpol.

Euch Dreien (Marolf, Brendan und Bruderherz Thomas, der sich direkt per E-Mail und nicht auf der Homepage geoutet hat) schenke ich einen ganz grossen Applaus! CoolCoolCoolGefälltGefälltGefällt

Die Begründungen zu Euren Antworten reichen von lustig-amüsant (in der Antarktis gäbe es deshalb keine Eisbären), bis knapp korrekt. In jedem Fall sind Eure Begründungen unvollständig geblieben. Am nächsten kommt noch Bruderherz Thomas mit seiner Begründung, es sei in der Antarktis so kalt, dass es dort nicht schneien könne. Dies stimmt in der Tat. Doch die Antwort, warum die gesamte Antarktis – einmal abgesehen von gewissen Küstengegenden, wo es im Sommer schnee- bzw. eisfrei werden kann - mit einer riesigen Eiskappe bedeckt ist, sind mir alle drei Gewinner schuldig geblieben. Und Schnee und Eis sind bekanntlich nichts anders, als Wasser in einer festen Form. Und wo es Wasser (Schnee) regnet/schneit, kann es eigentlich nicht extrem trocken sein.

Am Südpol übrigens, gibt es nicht nur Schnee, sondern mit über 4'000 Metern die nahezu dick-ste Eiskappe weltweit. Die dickste soll sich ebenfalls in der Antarktis befinden. Eis und Schnee wachsen übrigens weder in der Antarktis, am Südpol noch sonst irgendwo einfach aus dem Boden. Doch wie Bruderherz Thomas richtig vermutet, ist es in Teilen der Antarktis ganzjährig so extrem kalt, dass es dort nicht schneien kann (gratuliere Thomas). Als wir im Südsommer in der Antarktis waren, zeigten Wetterkarten am Südpol Temperaturen von - 35° Celsius. Damit kommt Thomas mit seiner Begründung, in der Antarktis könne es wegen grosser Kälte nicht schneien, der Lösung am nächsten. Doch die Erklärung, weshalb es am trockensten Ort der Er-de dennoch viel Schnee und kilometerdickes Eis gibt, sind mir letztlich alle drei Gewinner schul-dig geblieben.

Hier kommt die Erklärung: Am Südpol entstehen Schnee und Eis nicht durch Schneefall, son-dern durch starke südpolare Winde, welche den Schnee von anderen, feuchteren Gegenden der Antarktis hierher verfrachten. Man könnte dies mit einem Sandhaufen vergleichen, wo je-mand dauernd von aussen Sand auf den Haufen wirft. In der Mitte wächst der Hügel immer mehr an, obwohl zu keinem Zeitpunkt auch nur ein einziges Sandkorn direkt von Oben auf den Hügel gefallen ist. Dies Alles und noch viel mehr hat uns unsere Glaziologin Heidi, auf unserer Kreuzfahrt in die Antarktis erklärt. Sie sagte uns auch, am Südpol sei der trockenste Ort auf un-serem Planeten. Es sei dort klar trockener, als in der trockensten Wüste der Welt, der Atacama-wüste. Es sei hier so trocken, dass es einem in der Kehle kratze und schmerze. Spannend, nicht wahr? Was man Alles so auf einer Kreuzfahrt in die Antarktis lernt!

Übrigens: Glaziologen befassen sich nicht mit dem schütteren Haarwuchs von Männern, son-dern erforschen alles, was mit Gletschern zu tun hat. Doch das müsste ich Euch klugen Köpfen ja nicht erzählen.

 

Wenn Dir künftig jemand die Frage stellt: Wo befindet sich die trockenste Gegend der Erde, dann sagst Du:

« In der Antarktis und zwar in der Gegend des Südpols. Dort kann es wegen ganzjähriger ex-tremer Kälte nicht mehr schneien.»

Und wenn Dich der Andere aufs «Glatteis» führen will und dich frägt, wie denn das viele Eis an den Südpol kommt, antwortest Du:

«Durch starke Südpolarwinde, welche den Schnee über hunderte von Kilometern an den Süd-pol verfrachten.»